LOCALS & TRAVELERS

Barbara Riedel von Barbaralicious

Barbara Riedel ist als Bloggerin und Übersetzerin in der ganzen Welt unterwegs und teilt ihre Abenteuer auf ihrem Reiseblog Barbaralicious.

Barabara Riedel in Palermo

Barbara Riedel Reisebloggerin
Barbara über Barbara:

Nach meinem Studium habe ich mein Leben auf Eis gelegt und bin in die große, weite Welt gezogen. Nur mit meinem Backpack und meinem Laptop bin ich losgezogen, um mich zu finden, und zu verstehen, was ich wirklich will. Jetzt weiß ich: Ich sehe mich selbst als Reisebloggerin, Autorin und moderne Übersetzerin, die als digitale Nomadin auf Reisen lebt und arbeitet. Es gibt so vieles, was ich gerne tue und nicht aufgeben möchte. Deswegen habe ich mich nach meiner Weltreise dafür entschieden, einfach weiterzureisen. Damit bin ich so glücklich wie nie zuvor. Mit meinem Blog Barbaralicious kann ich meine zwei großen Leidenschaften verbinden: Schreiben und Reisen!

Barbara, du lebst und arbeitest ortsunabhängig und bist in der ganzen Welt unterwegs. Wie viel Zeit verbringst du pro Jahr auf Reisen und wo befindet sich deine aktuelle Homebase?

Ich kann gar nicht so wirklich sagen, wie viel Zeit ich immer unterwegs bin. Das variiert sehr stark. 2015 war ich zum Beispiel nur 6 Wochen bei meinen Eltern (in Kelkheim, nahe Frankfurt am Main), 2016 sind es etwa 4 Monate. 2017 werden es voraussichtlich wieder nur ein paar Wochen. Meine Home Base ist bei meinen Eltern. Eine eigene Wohnung lohnt sich nicht und meine Eltern würde es wahrscheinlich als Affront sehen, wenn ich, anstatt zu ihnen zu kommen, eine Airbnb-Wohnung nehmen würde, wo ich schon nur so selten da bin!


Wie bist du auf das Thema Digitale Nomaden gestoßen bzw. wer hat dich inspiriert?

Ich bin über die DNX darauf aufmerksam geworden. Da ich sowieso nie in eine Festanstellung wollte und schon eine Weltreise in Planung hatte, bot es sich an, mein Freelancer-Dasein mit dem Reisen zu verbinden. Das hat dann auf Anhieb gut geklappt.

Wie sieht dein „Alltag“ aus, wenn du unterwegs bist und fällt es dir manchmal auch schwer, auf Reisen konsequent zu arbeiten?

Den typischen Alltag gibt es eigentlich nicht. Aber man kann meine Tage wohl in drei Kategorien einteilen: Es gibt Computer-Tage, Blog-Tage und Reise-Tage. An Computer-Tagen sitze ich logischerweise am Computer. Im Normalfall bewege ich mich dann davon nur weg, um auf Toilette zu gehen. Meistens esse ich sogar davor. Ich weiß, dass ich das ändern sollte, aber meistens habe ich so viel zu tun, dass es nicht anders geht. Blog-Tage nenne ich mal die Tage, an denen ich für meinen Blog „rausgehe“. Ich mache dann Trips und informiere meine Follower live über Twitter, Instagram Stories und auch Periscope über die Orte, die ich besuche. Ich mache Fotos und Videos und bearbeite dann am Computer-Tag das Material für die Blogposts und meine Social Media Kanäle. Reise-Tage nenne ich die Tage, an denen ich von einer Base zur nächsten reise. Ich würde schätzen in einem Monat habe ich 20 Computer-Tage, 8-9 Blog-Tage und 2-3 Reise-Tage. Das kann aber sehr stark variieren, je nachdem, wo ich mich gerade aufhalte. Im Frühling war ich zum Beispiel in Mexiko, Guatemala und Belize unterwegs und hatte in den 6 Wochen vor Ort mit Sicherheit 15 Reise-Tage. Aktuell versuche ich die Reise-Tage aber runterzuschrauben, weil das ja auch zu Ineffizienz führt.
Das konsequente Arbeiten fällt mir selten schwer. Vielleicht, wenn ich mit vielen Nomaden unterwegs bin (wie in Kolumbien und Portugal vor und nach der Nomad Cruise oder jetzt gerade in Tarifa). Dann ist die Versuchung groß, mit den Nomaden-Freunden in eine Bar zu gehen, anstatt die Todo-Liste noch fertig abzuarbeiten. Aber prinzipiell arbeite ich sehr gerne und habe keine Probleme, mich zu motivieren.

barbara-mit-macbook-auf-der-cruise


Dein neuestes Projekt ist ja der „Palermo Guide for Digital Nomads“. Wie entstand denn die Idee zu diesem E-Book?

Ich glaube, den Anstoß hat Johannes Voelkner gegeben. Wir haben uns darüber unterhalten, über welchen Ort ich etwas zu seinem Web Work Travel Guide beitragen könnte und da kam ich sofort auf Palermo. Das ist die Heimat meiner Mutter und damit auch die Heimat meines Herzens. Für mich hat Italien viel zu bieten und eignet sich auch wunderbar für digitale Nomaden. Ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen, dass das Realität wird und kein Wunschdenken bleibt.

Könntest du dir auch vorstellen, Palermo zu deiner Homebase zu machen?

Palermo ist schon ein bisschen meine zweite Homebase. Ich bin mindestens einmal im Jahr dort und war dieses Jahr auch zwei Monate da. Ich fahre auch dort zu meiner Familie (meine Mutter hat sehr viele Cousinen!) und komme nach Hause. Es gibt sogar die Idee, dort einen Coliving Space zu eröffnen. Allerdings hat mich die Bürokratie etwas abgeschreckt und in die Schranken gewiesen, als ich diesen Sommer versucht habe, da etwas in die Wege zu leiten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Und zu guter Letzt: Dein absoluter Geheimtipp für Palermo?

Mein Geheimtipp? Ich denke, das wäre das Ambasciatori! Ein Hotel mit 7 Stockwerken und einer Roof Top Bar auf dem Dach. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick auf Palermo, das WLAN ist akzeptabel, sodass man durchaus entspannt arbeiten kann und für mich war es diesen Sommer mein absoluter Happy Place!

Ausblick vom Ambasciatori

Ausblick vom Ambasciatori

Piazza Pretoria von oben

Piazza Pretoria von oben

Barbara im Giardino Inglese

Barbara im Giardino Inglese

Danke für das Interview liebe Barbara!

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  1. […] ich kürzlich die liebe Barbara von Barbaralicious über ihr Leben als digitale Nomadin ausgequetscht habe, sind heute zwei sympathische Landsleute an […]

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